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Tischfußball für Einsteiger

Grundlegendes

Der Torwart ist natürlich erstmal für das Halten von Torschüssen zuständig. Zudem ist es sehr wichtig, dass der Torwart einen gehaltenen oder gefischten Ball auch gut wieder herausspielt. Man muss als Torwart immer, IMMER, IMMERkonzentriert sein und auf den Ball achten. Wenn ein Stürmer einen Fehler macht, dann ist das nicht toll, aber ein Torwartfehler endet fast immer mit einem Tor – für den Gegner. Auch wenn Dein Stürmer den Ball auf der 3er hat, musst Du auf den Ball achten und für alles bereit sein.

Es ist uns oft genug in wichtigen Spielen passiert, dass der Stürmer den Ball an den Pfosten gerammt hat und der Ball mit Wucht in unser Tor zurückgeprallt ist, weil wir unachtsam waren.

Nun kann man sich streiten – schimpft man mit dem Stürmer, weil er den Ball nicht ins Gegnertor geschossen hat, lässt man das Gemecker des Stürmers über sich ergehen oder platzt man einfach vor Wut... Das Ergebnis bleibt das gleiche – Tor für die Gegner.

Jedoch sollten die Stürmer nun mit dem Grinsen aufhören. Das Prinzip „immer, IMMER, IMMER konzentriert sein“ gilt für Stürmer genauso. ;-p

Das Halten

Es gibt unterschiedliche Arten des Haltens. Jeder, welcher mit dem Kickern beginnt, wird mit dem Halten auf Reaktion anfangen. Viele Stürmer (vor allem diejenigen, welche gerade anfangen „ernsthaft“zu spielen) spielen „rechtsherum“ (von vorn auf das Tor gesehen, sprich in den Abbildungen nach oben), da dies von der Schussbewegung „natürlicher“ ist und schneller zu erlernen ist.

Die meisten Torwartanfänger stellen sich mit der vorderen Puppe direkt und „voll“ vor den Ball und der Torwart wird gleich daneben gestellt. Hierbei lässt man das Tor jedoch sehr offen. Der Stürmer muss einfach nur schnell schießen, er braucht sich fast keine Sorgen um Genauigkeit zu machen.

Solange der Stürmer (wie im nächsten Bild dargestellt) im orangenen Bereich abschießt, wird der Ball auch in das Tor gehen. Diese Lücke wird jeder Stürmer blind und vor allem so schnell wie er kann schießen können. Da der Stürmer entscheidet, wann geschossen wird, hast Du erstmal mit Deiner eigenen Reaktionszeit zu kämpfen...

Solltest Du mit dieser Stellung auf Amateurlevel und aufwärts konstant gut halten, dann bist Du nicht geboren, sondern gezüchtet worden und das wahrscheinlich in Belgien.

[Halten]

Wie man sehen kann, sind die Wege für den Torwart sehr lang. Als erstes sollte man die eigenen Wege möglichst kurz und die des Gegners möglichst lang machen. Dies erreicht man zunächst, indem man nicht „voll“ vor dem Ball mit der vorderen Puppe steht. Der Ball kann Dir nicht gerade hereingeschossen werden und Du hast einen „Streckenvorsprung“ herausgeholt. Zudem kann man mehr Raum gewinnen, wenn man die Puppen höchstens so weit zusammenschiebt, dass der Ball gerade eben so nicht gerade hindurchgespielt werden kann. Somit kannst Du schon mal die Hälfte des Tors abdecken und der Gegner muss den Ball weiter und nach Möglichkeit auch schneller bewegen, um ein Tor zu machen.

[Halten]

Gegen schlechtere Spieler und im Falle, dass man eine sehr gute Reaktion hat, kann man somit schon mal einiges halten. Der Vorteil des Stürmers liegt darin, dass ER bestimmt, wann geschossen wird. Wenn ein Stürmer eine große Lücke die ganze Zeit offen sieht, dann kann er sich voll und ganz auf die Geschwindigkeit konzentrieren. Wenn man ihm jedoch mehrere kleine Lücken „anbietet“, dann muss er sich zum einen erstmal entscheiden, welchen Schuss er machen will und zum anderen weiß der Gegner, dass er auch noch präzise schießen muss. Damit kommen einige nicht klar.

Teile Dir das Tor also auf und mache die Wege noch kürzer für Dich. Jede Puppe deckt eine Hälfte ab. Wie Du siehst brauchst Du die Puppen nun nicht sehr weit bewegen und der Gegner hat nun damit zu kämpfen, dass er weiß, dass Du nicht lange brauchst, um von dieser Stellung aus alles andere abzudecken und er muss auch noch sehr genau schießen.

[Halten]

Dieses Grundprinzip, das Tor möglichst „klein“ zu machen und den Angreifer dazu zu zwingen schnell und sehr genau zu schießen gilt für alle Schüsse und wurde hier nur exemplarisch für den klassischen „Rechts Lang“ gezeigt.