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Moin moin, hier ein Bericht zur vergangenen WM in Nantes, leider etwas verspäter aber aufgrund so hoher Beteiligung aus Deutschland und auch Hamburg war es ein wirklich schönes und erfolgreiches Wochenende:
Insgesamt waren 6 Hamburger SpielerInnen in Nantes dabei und konnten sowohl Titel als auch jede Menge Erfahrung sammeln
Björn Brose, Sabine Steinlechner, Sandra Ranff, Marlin Sielfeld, Knuth Strecker und Mustapha Abid waren aus Hamburg angereist.
Den größten Erfolg konnte dabei erneut Sandra Ranff verbuchen, die sich sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Simone Burkhardt den Weltmeistertitel sichern konnte. Ganz großen Applaus und Respekt für diese Leistung. Da fragt man sich was es bei den ganzen Titeln überhaupt noch zu gewinnen gibt ;-)
Auch die anderen Spieler haben sich wacker geschlagen und sehr gute Ergebnisse mitgebracht, Details und Spielverläufe unter:
Hier noch ein Bericht vom DTFB:
Der Deutsche Tischfußballnachwuchs hat den in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Junioren World Cup in Frankreich gewonnen. Das von Niklaas Westermann betreute Team präsentierte sich im Viertelfinale gegen die Briten, im Halbfinale gegen Österreich sowie im Finale gegen Mitfavorit Niederlande in Bestform und konnte jeweils souveräne Siege einfahren.
Für das Deutsche Goldteam starteten Marvin Bring, Christian Cicchelli, Torben Merz, Janik Müller-Trabert, Timo Weickenmeier und Sven Jakobi.
Bei dem ebenfalls erstmals ausgetragenen World Cup der Senioren wurde ein weiteres Mal gefeiert. Das Deutsche Team zog nach einen nervenaufreibenden Krimi und der Abwehr von zwei Matchbällen gegen Großbritannien ins Finale gegen die USA ein. Die Amerikanischen Senioren sicherten sich dort knapp aber verdient Gold, so dass das Deutsche Team sich über Silber freuen durfte. Im Deutschen Team kämpften Josef Cornelius, Friedrich Kircher, Johann Wahl, Heinz Kießling, Wolfgang Lawall und Jürgen Stachowiak.
Die Erfolgsstory dieses Word Cup komplett machten die Deutschen Damen, die als Titelverteidigerinnen starteten. Im Halbfinale kam es zu der Neuauflage des Vorjahresfinals gegen Frankreich. Dieses Mal hatten die Damen des Gastgebers die Nase vorn. Damit landeten unsere Damen erneut auf einem Medaillenrang und bringen Bronze mit nach Hause. Für diesen Erfolg des Damenteams zuständig waren Petra Andres, Simone Burkhardt, Nadine Gröschl, Asimenia Kiroglou, Imke Queitsch, Sandra Ranff, Anika Schneider und Sabine Steinlechner.
Enttäuschung herrschte bei den Deutschen Herren. Eine vermeidbare Vorrundenniederlage gegen Großbritannien bescherte in der ersten Hauptrunde die USA, den späteren Goldmedaillengewinner, als Gegner. Trotz engagiertem Kampf und einer guten Leistung war diese Hürde in diesem Jahr zu hoch.
Bei den parallel zum World Cup ausgetragenen Weltmeisterschaften in den Einzel- und Doppeldisziplinen durfte sich die Deutsche Delegation über ein sensationell gutes Abschneiden freuen. Fünf der neun Goldmedaillen gehen nach Deutschland. Im Junioren-Einzel wurde Timo Weickenmeier aus Baden-Württemberg seiner Favoritenrolle gerecht. Im Finale revanchierte er sich für die Finalniederlage aus dem Vorjahr gegen Österreichs Manuel Mayer.
Noch besser lief es bei den Damen und den Senioren. Sandra Ranff aus Hamburg, die aktuelle Weltranglistenzweite, schaffte das Double. Im Einzel siegte sie überlegen gegen die Dänin Amelie Bremer. Im Doppel wiederholte sie diesen Erfolg an der Seite von Partnerin Simone Burkhardt aus Baden-Württemberg. Hier waren die Französinnen Pohl und Noel chancenlos.
Ebenfalls doppelt erfolgreich war Uli Stöpel aus Hessen. Im Senioren-Einzel siegte er im Entscheidungssatz gegen Titelverteidiger Johann Wahl aus Nordrhein-Westfalen, so dass Gold und Silber nach Deutschland gehen. Gemeinsam mit Partner Hans-Friedrich Kircher gab es für Uli Stöpel auch im Doppel kein Halten. Im Finale mussten die Briten Haddon und Ziemann die Überlegenheit der beiden Weltranglistenführenden aus Deutschland anerkennen.
In den Herren-Disziplinen reichte es nicht für eine Medaille. Bester Akteur war Chris Marks, der im Einzel als Neunter und im Doppel gemeinsam mit Charly Frießem auf dem fünften Rang landete. Die Amerikaner dominierten diese Wettbewerbe. Ryan Moore gewann das Einzel, die Paarung McMillin und Gummeson das Doppel. Die Goldmedaille bei den Rollstuhlfahrern geht nach Italien an das Doppel Bonanno und Cassanelli.
Kleines Fazit von mir:
Events dieser Form sind natürlich ein Traum für jeden Begeisterten Tischfussballer, ob als Spieler oder Zuschauer ist dabei egal. Es ist einfach ein Riesenspass dabei zu sein und Spieler aus der ganzen Welt kennen zu lernen und sich mit ihnen am Tisch zu messen. Obwohl Deutschland noch vor wenigen Jahren nicht gerade eine feste Größe im internationalen Vergleich war, gibt es derzeit Bundesweit einen solchen Anstieg an Spielern und Nachwuchsförderung, dass man schon bald mit Starmannschaften wie den USA, England oder Belgien locker mithalten kann.
Alleine schon der Livestream im Internet, der dieses Mal schon eine sehr gute Qualität hatte, lockte hunderte von Fans vor die Rechner und gemeinsam wurde in allen möglichen Foren kräftig mitgefiebert. Was jetzt noch ein riesiger Aufwand ist, kann in wenigen Jahren schon Standard sein. Ich denke Hamburg ist da auf einem sehr guten Weg, mit mehreren Hundert aktiven Spielern und einer unglaublichen Begeisterung wird sich die Hansestadt sicher bald unter die Top 5 aller Bundesländer gesellen.
Good shot